So findest Du den passenden Rucksack

Im besten Fall ist er Dein bester Freund. Im schlimmsten Fall kann er Dir jede Tour richtig vermiesen – der Rucksack. Ob bei einer Tageswanderung, einer Hüttentour oder einer mehrwöchigen Fernwanderung, er ist Dein ständiger Begleiter. Damit Du unterwegs eine gute Zeit hast, müsst Ihr unbedingt zueinander passen, Dein Rucksack und Du. Wir erklären Dir, wie Du das passende Modell findest…

Eine Frage der Größe
Am Anfang steht die Frage, wofür Du einen Rucksack brauchst. Suchst Du einen für kurze Ausflüge, bei denen Du nur Trinken, Essen und Regensachen dabei hast? Dann reicht ein Tagesrucksack mit ca. 20 Litern Volumen aus. Für längere Touren sind diese Modelle allerdings oftmals nicht gut genug gepolstert an Schultern und Hüften und schlicht zu klein. Das andere Ende der Skala bilden die Trekkingrucksäcke. Sie starten bei ca. 50 Litern Volumen, es gibt auch Modelle mit 85 Litern. Sie sind perfekt für lange Fernwanderungen, bei denen Du auch Zelt, Kocher, Isomatte etc. dabei hast. Meinen 65 Liter-Trekkingrucksack hatte ich zum Beispiel in Patagonien dabei. Obwohl ich durch Verpflegung und Zelt satte 20 Kilo Gepäck geschleppt habe, war das Tragen nicht unangenehm (okay, am Abend war ich natürlich trotzdem froh, den Rucksack absetzen zu können…). Wenn Du eine Alpenüberquerung planst oder eine mehrtägige Hüttentour, bist Du bei den Wander- oder Alpinrucksäcken, manchmal auch Tourenrucksack genannt, richtig aufgehoben. Mit 30-40 Litern hast Du dann die optimale Größe. Die Bezeichnung „40 + 10“ bedeutet übrigens, dass 10 Liter optional zuladbar sind, da das Deckelfach höhenverstellbar ist. Bedenke aber, dass dieses Zuladen immer zu Lasten der Gewichtsverteilung und Deines Gleichgewichts geht. Lieber einen etwas größeren Rucksack wählen, in den alles gut reinpasst, statt ein zu kleines Modell, an dem dann außen und oben zu viel Zeug dranhängt. Viele Ausstatter bieten auch extra Damenmodelle an, etwa von deuter die „SL“-Modelle. Diese Rucksäcke sind der weiblichen Anatomie angepasst, u. a. mit kürzeren Rückensystemen und schmalerem Schnitt. Wenn Du wie ich zu den größeren Mädels gehörst, passt aber vielleicht doch das Herren-Modell besser.

Für Tages- und Wochenendtouren reichen Modelle mit 14-25 Litern Volumen aus.

Komm kuscheln
Mittlerweile gibt’s im Fachhandel hunderte verschiedene Rucksäcke. Nimm Dir ausreichend Zeit, um DEINEN Rucksack zu finden. Entscheidend ist dabei u. a. das Rückensystem. Da gibt’s grob eingeteilt zwei Varianten: Eine luftige, bei der Du den Rucksack eher weit weg vom Körper trägst. Das ist super für die Belüftung, bei kleineren Rucksäcken aber manchmal nicht optimal für die Lastenübertragung, da das Gewicht halt nicht so nah am Körper liegt. Die zweite Variante ist die anliegende. Hohe Lasten lassen sich so gut verteilen, da sich das Gewicht nah am Körper befindet hast Du eine optimale Kontrolle, dafür ist die Belüftung etwas schlechter.
Auch die Rückenlänge muss unbedingt zu Dir passen. Sie variiert ca. zwischen 40 und 70 Zentimetern. Die meisten Ausstatter unterteilen in kurze, mittlere und lange Rückenlängen. Innerhalb dieser Unterteilung lassen sich fast alle Modelle, z. B. durch in der Höhe verstellbare Schultergurte, feinjustieren.

Geschmacksfrage
Eine Frage des individuellen Geschmacks ist letztlich, ob Du ein Modell mit vielen Taschen, Ösen und Schlaufen möchtest, oder einen ganz cleanen Rucksack ohne Schnickschnack. Ich persönlich mag letztere lieber. So komme ich gar nicht erst in Versuchung, außen Dinge zu befestigen (abgesehen von Trekkingstöcken und wenn ich privat auf Hochtouren unterwegs bin Pickel etc.).

Regenschutz und Co.
Was alle Rucksäcke haben sollten, ist eine Regenhülle. Meist befindet die sich in einem kleinen Fach am Boden des Rucksacks oder im Deckelfach. Alternativ kannst Du sie auch einzeln erwerben. Wer keine Regenhülle nutzen möchte, muss die „Innereien“ im Rucksack in wasserdichte Packtaschen verpacken. Denn einen Regenschauer hält jeder Rucksack ab, wenn Du aber einen ganzen Tag im strömenden Regen unterwegs sein musst, kapituliert auch der beste Rucksack. Worauf Du auch achten solltest, falls Du eine Trinkblase nutzen möchtest, ist eine Vorrichtung innen am Rückenteil des Rucksacks. Zudem gibt’s dann einen Ausgang für den Trinkschlauch, oft auch eine Befestigungsmöglichkeit an den Schulterriemen, damit Du den Schlauch immer griffbereit hast.

Neu oder gebraucht
Wir von BERGBEGEGNUNGEN setzen uns ja für Nachhaltigkeit ein. Da macht’s natürlich Sinn, nicht alles neu zu kaufen, sondern erstmal zu schauen, was man bereits hat, oder sich im Freundeskreis leihen kann. Beim Rucksack ist es allerdings nur dann sinnvoll, wenn Du jemanden findest, der eine ähnliche Statur hat wie Du. Vom 1,90 Meter großen Mann kann sich eine zierliche 1,60 Meter große Frau nunmal nicht den Rucksack leihen und damit glücklich werden. Mittlerweile gibt’s auch über Händler Möglichkeiten zum Leihen. Rucksäcke von deuter, Zelte, Kocher & Co. verleiht z. B. Globetrotter. Bei rent your camp gibt’s u. a. Schlafsäcke im Verleih und auch viele Produkte von Vaude kannst Du zum Testen vor dem Kauf oder sogar statt des Kaufes hier ausleihen. Wenn Du Dir einen Rucksack kaufen möchtest, der Dich viele Jahre lang auf Deinen Abenteuern begleiten kann, lass Dich auf jeden Fall im Fachhandel beraten.

Im nächsten BERGBEGEGNUNGEN-Newsletter erklären wir Dir, wie Du Deinen Rucksack richtig packst und trägst, damit Deine Tour ein wunderschönes Erlebnis wird. Du bist noch nicht für unseren Newsletter angemeldet? Das kannst Du hier nachholen.

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