Trekkingstöcke: Die besten Freunde Deiner Knie

Einst waren sie eng verbunden mit alten Männern in Kniebundhosen: Wanderstöcke. Mittlerweile haben auch die Jungen die liebe zu ihnen entdeckt. Und das ist gut so! Die Vorteile liegen auf der Hand: Beim Aufstieg ermöglichen sie einen aufrechteren Gang, vor allem mit schwerem Rucksack. Beim Bergabgehen, wenn wir unser Gewicht über die Stöcke lehnen, sparen wir viel Kraft und können unseren Knien bis zu 20 Prozent der Last abnehmen. Und wenn wir Altschneefelder, Geröll oder eisige Passagen überwinden müssen, geben sie uns ein Plus an Sicherheit.

Stock ist nicht gleich Stock
Wer im Ausrüstungsgeschäft auf der Suche nach einem Wanderstock ist, wird schnell merken: Die Auswahl ist riesig! Grundsätzlich solltet Du darauf achten, dass sich Dein Stock vernünftig verkleinern lässt, damit Du ihn seitlich am Rucksack anbringen oder hineinstecken kannst. Ob Du Dich für ein faltbares Modell entscheidest oder eins, das sich zusammenschieben lässt (Teleskopstock), ist Geschmacksache. Teleskopstöcke lassen sich auch mit Handschuhen oft leichter bedienen und feststellen, wiegen aber auch häufig etwas mehr. Bei der Frage Carbon oder nicht Carbon geht’s zum einen um das Gewicht (Carbon-Stöcke sind leichter als solche aus Aluminum) und den Komfort (Carbon-Stöcke sind steifer und lassen daher weniger Vibrationen durch), aber auch um die Kosten (Carbon-Stöcke sind teurer). Worauf Du unbedingt achten solltest, ist der Griff. Ich persönlich mag es, wenn der relativ lang ist, so kann ich durch Umgreifen die Stocklänge variieren, ohne jedes Mal komplett umstellen zu müssen, was vor allem im Aufstieg praktisch ist. Entscheidender als die Länge ist jedoch das Material: Wähle keinesfalls Stöcke, die über einen Plastikgriff verfügen, denn damit hast Du fast eine 100%ige Blasengarantie. Besser sind Kork oder Gummi. Viele Stöcke werden mit unterschiedlichen Spitzen (z. B. Gummi-Schutz für Asphaltstrecken) und Tellern verkauft. Bei Schnee solltest Du auf jeden Fall die breiten Schneeteller verwenden, die ein Einsinken der Stöcke verhindern. Im Sommer sind die eher hinderlich, da Du damit schnell unter Latschen etc. hängenbleibst.

Einstellung und Einsatz
Ob mit Drehverschluss, zum Klemmen oder zum Klappen – Alle Modelle lassen sich individuell auf Deine Größe und passend zum Gelände einstellen. Der Stock hat die richtige Länge, wenn Du ihn aufrecht vor Dir aufstellst, am Griff nimmst und die Ellenbogen sich dann in einem 90-Grad-Winkel befinden. Für Abstiege solltest Du die Stöcke ca. 10 Zentimeter länger, für Aufstiege entsprechend kürzer stellen, bzw. greifen.
Beim Bergablaufen zum Beispiel im Blockgelände stellst Du die Stöcke parallel vor Dir auf, beugst Dich leicht darüber und verlagerst Dein Gewicht auf die Stöcke. Bergauf oder in der Ebene setzt Du Füße und Arme gegengleich ein. Wenn man noch nie mit Stöcken gewandert ist, fühlst sich das anfangs seltsam an, aber Du wirst sehen, dass Du Dich schnell an Deine Begleiter gewöhnst und sie nich mehr missen möchtest.
Dennoch gilt: Immer mal wieder auch ohne Trekkingstöcke wandern. Das schult die Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Und auch wenn Du seilversicherte Passagen oder leichte Kletterei or Dir hast, haben die Stöcke Pause. Für ein Stück von wenigen Schritten, nimm sie beide in die näher am Hang befindliche Hand. Der Hintergrund: Falls Du ins Straucheln kommst und stürzt, fällst Du nicht auch noch über Deine Stöcke. Musst Du längere Passagen im Klettergelände überwinden, such Dir vorher einen sicheren Standplatz und verstaue Deine Stöcke im Rucksack, damit Du beide Hände frei hast und sie Dich nicht behindern.

Ebenfalls praktisch: Mit Stöcken lässt sich prima zeigen 🙂

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